Sol Gabetta Violoncello
Kristian Bezuidenhout Hammerflügel
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 1 F-Dur, op. 5/1 (1796) 24′
Adagio sostenuto – Allegro | Allegro vivace
Ludwig van Beethoven
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 5 D-Dur, op. 102/2 (1815) 20′
Allegro con brio | Adagio con molto sentimento d‘affetto | Allegro – Allegro fugato | Passacaglia: Moderato
Pause
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 D-Dur, op. 58 (1843) 25′
Allegro assai vivace | Allegretto scherzando | Adagio | Molto Alegro vivace
Bitte beachten Sie die Programmänderung: Anstatt der vormals angekündigten Grande Sonate von Ferdinand Ries wird Mendelssohns Sonate Nr. 2 gespielt.
Komponisten zeigen bisweilen ganz verschiedene Gesichter, je nachdem, für welche Instrumente sie gerade schreiben. So sehen wir Beethoven in seinen Cellosonaten zugleich von seiner experimentierfreudigsten und menschenfreundlichsten Seite. Die frühen zwei Sonaten op. 5 stammen zwar aus seiner Zeit als reisender Tastenlöwe; sie entstanden 1796 in Berlin. Aber weder das Schroffe noch Virtuose steht im Zentrum, sondern Dialog und Sanglichkeit: Dafür sind Sol Gabetta und Kristian Bezuidenhout natürlich die idealen Interpreten. Nach zwanzig Jahren liess Beethoven die Cellosonaten op. 102 folgen; Experimentierfeld und Vorbote seines Spätstils. Gerade das D-Dur-Werk op. 102/2 zeigt, dass dazu auch Adagio-Sätze zum Niederknien gehören sowie gleichermassen lakonische wie meisterhafte Fugen.
Seine herrliche zweite Cellosonate in D-Dur widmete Felix Mendelssohn dem Grafen Mateusz Wielhorski, einem begeisterten Cellisten, der um 1850 mit Clara Schumann und Franz Liszt in Konzerten auftrat und den erheblichen Anforderungen von Mendelssohns D-Dur-Sonate gewiss gewachsen war. Bei der Uraufführung im Herbst 1943 in Leipzig sass Mendelssohn höchstselbst am Klavier, begleitet von Carl Wittmann am Cello.


