Sergei Nakariakov Trompete
Dmitri Jurowski Leitung
Musikkollegium Winterthur
Alexander Arutiunian (1920–2012)
Konzert für Trompete und Orchester (1950) 15′
Andante | Allegro energico | Meno mosso | Tempo I
Meno mosso | Tempo I | Cadenza, Coda
Franz Schmidt (1874 – 1939)
Intermezzo aus der Oper «Notre Dame» (1914) 5′
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Konzert für Horn und Orchester Nr. 4 Es-Dur
KV 495 (Fassung für Flügelhorn) (1786) 15′
Allegro moderato | Romanza: Andante
Rondo: Allegro vivace
Pause
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Ouvertüre zur Oper «Apollo et Hyacinthus»,
KV 38 (1767) 3′
Allegro
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201 (1774) 24′
Allegro moderato | Andante | Menuetto
Allegro con spitiro
Er sei der «Paganini der Trompete», hiess es in Konzertkritiken, ein «junger Hexer aus Russland» und ein «Trompetissimo», wie es zurzeit keinen Zweiten gebe. Viel Lob für Sergei Nakariakov – und verdientes Lob. Denn so, wie er Trompete spielt, spielt kein Anderer. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf das übliche, relativ klein bemessene Trompetenrepertoire, sondern eignet sich mit fingerflinker Behändigkeit fast jedes Repertoire an. Da Mozart bekanntlich kein Trompetenkonzert geschrieben hat, adaptiert Sergei Nakariakov Mozarts viertes Hornkonzert – nein, nicht für die Trompete, sondern fürs Flügelhorn. Das kann er nämlich ebenso atemberaubend spielen. Und im 1950 entstandenen Trompetenkonzert von Alexander Arutiunian wartet er nicht nur mit zirzensischer Virtuosität auf, sondern auch mit schmissigen Klängen und volksmusikantischen Rhythmen, die zuweilen gekonnt mit dem Jazz liebäugeln.


