Bryan Cheng Violoncello
Michael Sanderling Leitung
Musikkollegium Winterthur
Frederick Delius (1862–1934)
The Walk to the Paradise Garden. Intermezzo aus:
A Village Romeo and Juliet (1901), bearbeitet von Sir Thomas Beecham
Lento
Camille Saint-Saëns (1835–1921)
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1
a-Moll, op. 33 (1872)
Allegro non troppo – Allegretto con moto – Un peu moins vite
Pause 20′
Antonín Dvořák (1841–1904)
Sinfonie Nr. 7 d-Moll, op. 70 (1884)
Allegro maestoso | Poco adagio | Scherzo: Vivace | Finale: Allegro
Herkunft und Nationalität – Ursprung also – sind oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich, wie dieses Programm in wunderbarer Weise zeigt. Frederick Delius war Brite von Geburt, in Deutschland ausgebildet, in Frankreich wohnhaft; musikalisch zuhause zwischen Grieg, Strauss und Debussy. Sein Orchesterintermezzo The Walk to the Paradise Garden klingt ganz so, wie der Titel verspricht: paradiesisch. Das Paradies liegt übrigens in der Schweiz, denn das Intermezzo stammt aus einer Opernbearbeitung von Gottfried Kellers Romeo und Julia auf dem Dorfe. Saint-Saëns’ poetisch-erzählendes, einsätziges Cellokonzert Nr. 1 scheint direkt aus Mendelssohns Traumwelten zu kommen, hat seinen Ursprung aber auch deutlich in der französischen Musik.
Der junge kanadische Cellist Bryan Cheng wird darin mit seinem Raffinement bezaubern – versprochen. Und wo wohl die Ursprünge von Antonín Dvořáks Siebter liegen? Im tiefen, tiefen Böhmerwald? Oder vielleicht gar in London? Für die dortige Philharmonische Gesellschaft hat Dvořák das Werk nämlich geschrieben. Inspiriert dazu hat ihn Brahms’ dritte Sinfonie und entstanden ist ein Meisterwerk voller Leidenschaft, das slawische Einflüsse mit grosser sinfonischer Weite verbindet.
Bryan Cheng © Andrej Grilc


