Daniel Hope

Daniel Hope
Violine

Der Geiger Daniel Hope tourt seit 30 Jahren als virtuoser Solist um die Welt und wird für seine musikalische Vielseitigkeit sowie sein Engagement für humanitäre Zwecke gefeiert.

Daniel Hope, Träger des Europäischen Kulturpreises für Musik 2015, zu dessen früheren Preisträgern Daniel Barenboim und die Berliner Philharmoniker gehörten, tritt als Solist bei den wichtigsten Orchestern und Dirigenten der Welt auf und leitet auch viele Ensembles von der Violine. Seit Beginn der Saison 2016/17 ist Hope Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters – und ab der Saison 2018/19 auch Musikdirektor des New Century Chamber Orchestra in San Francisco.

2019 wurde er Intendant der Dresdner Frauenkirche und ab 2020 Präsident des Beethovenhauses Bonn, ein Ehrenamt in den Fussstapfen von Kurt Masur und Joseph Joachim.

Daniel Hope wuchs in London an der Highgate School und der Royal Academy of Music auf und studierte Violine bei Zakhar Bron, Itzhak Rashkovsky und Felix Andrievsky. Als jüngstes Mitglied des Beaux Arts Trios, mit dem er in den letzten sechs Spielzeiten über 400 Mal auftrat, tritt Daniel Hope heute in allen den grössten Hallen und Festivals der Welt auf: von der Carnegie Hall bis zum Concertgebouw Amsterdam, von Salzburg bis Schleswig19 Holstein und von Aspen bis zu den BBC Proms und Tanglewood. Er arbeitete mit Dirigenten wie Kurt Masur, Valery Gergiev und Christian Thielemann sowie mit den grössten Sinfonieorchestern der Welt, darunter Berlin, Boston, Chicago, Paris, London, Los Angeles und Tokio. Hope widmet sich der zeitgenössischen Musik. Er hat über dreissig Werke in Auftrag gegeben und steht in engem Kontakt mit Komponisten wie Alfred Schnittke, Toru Takemitsu, Harrison Birtwistle, Sofia Gubaidulina, György Kurtg, Peter Maxwell- Davies und Mark-Anthony Turnage.

Seit 2007 ist Hope exklusiver Künstler der Deutschen Grammophon. Seine Aufnahmen wurden mit dem Deutschen Schallplattenpreis, dem Diapason d‘Or des Jahres, dem Edison Classical Award, dem Prix Caecilia, dem ECHO-Klassik Award und zahlreichen Grammy-Nominierungen ausgezeichnet. Sein Album mit Mendelssohns Violinkonzert und Oktett mit dem Chamber Orchestra of Europe wurde von der New York Times zu einem der besten des Jahres gekürt. Seine Aufnahme von Alban Bergs Concerto wurde zum Grammophone Magazine gewählt. Seine Aufnahme von Max Richters Vivaldi Recomposed, die in über 22 Ländern Platz 1 erreichte, ist mit 250.000 verkauften Exemplaren eine der erfolgreichsten klassischen Aufnahmen der jüngeren Zeit. Das im Februar 2020 veröffentlichte Album Belle Époque bietet einen vielfältigen Eindruck der Musik, die zwischen dem Ende des deutsch-französischen Kriegs und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs entstand. Im August 2020 veröffentlichte die DG ein Album, das die Kammerkonzerte Hope@Home dokumentiert, mit Gastkünstlern wie Christoph Israel, Till Brönner und Max Raabe, die Musik von Schubert, Fauré, Weill, Kosma und anderen spielen. Ein weiteres Album entstand anlässlich des 75. Geburtstags des Zürcher Kammerorchesters. Anfang Februar 2021 folgte dann Schnittke: Works for Violin and Piano, das mit dem Pianisten Alexey Botvinov aufgenommen wurde.

Daniel Hope erhielt sieben ECHO Klassik- Preise sowie den Deutschen Schallplattenpreis, Prix Caecilia, «Diapason d’Or des Jahres» und Edison Classical Award Special Prize 2014. Hinzu kommen zahlreiche Grammy-Nominierungen.

2017 lief der Dokumentarfilm «Daniel Hope – The Sound of Life» in europäischen Kinos sowie in Kinos in Australien und Nordamerika.

Daniel Hope hat vier Bestseller des Rowohlt- Verlags in Deutschland geschrieben. Er arbeitet regelmässig im Wall Street Journal und hat Drehbücher für gemeinsame Auftritte mit den Schauspielern Klaus Maria Brandauer und Mia Farrow geschrieben. In Deutschland moderiert er eine wöchentliche Radiosendung für den WDR3-Kanal und kuratiert, seit der Saison 2016/17 seinen eigenen Salon «Hope@9pm», eine Musik- und Talkveranstaltung mit Gästen aus Kultur und Politik im Konzerthaus Berlin.

Er spielt die «Ex-Lipiński» von Guarneri del Gesù aus dem Jahr 1742, die ihm von einer
ungenannten Familie aus Deutschland zur Verfügung gestellt wurde.

Er besitzt sowohl die irische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft und lebt mit seiner Familie in Berlin.